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Automobilindustrie
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Die Automobilindustrie ist ein Wirtschaftszweig, der sich der Massenproduktion von Automobilen (Automobilfertigung) und anderen Kraftfahrzeugen widmet. Sie entstand nach der Erfindung des Automobils 1885 durch Carl Benz.
Seit Anfang des 20. Jahrhunderts erlebte die Industrie durch die von Ransom Eli Olds und vor allem von Henry Ford entwickelte FlieĂbandfertigung von Kraftfahrzeugen einen anhaltenden Aufschwung, der insgesamt, wenn auch schwächer werdend, bisher anhält â unterbrochen vor allem durch die beiden Weltkriege und die Weltwirtschaftskrise der 1930er Jahre sowie in geringerem MaĂe die Ălkrisen der 1970er Jahre und die Finanzkrise ab 2007. Seit einigen Jahren ist die Industrie mit den Herausforderungen einer nĂśtigen Elektrifizierung konfrontiert, im Rahmen der erzwungenen Transition von herkĂśmmlichen Verbrennungsmotoren hin zur aufkommenden Elektromobilität.
Contents
⢠Rezeption
⢠Umbrßche
⢠Siehe auch
⢠Literatur
⢠Fachbßcher
⢠Berichte
⢠Geschichte
⢠Dokumentarfilme
⢠Weblinks
⢠Einzelnachweise
ââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââ
Geschichte und Bedeutung
Kaum ein anderes industrielles Massenprodukt hat den Alltag der Menschheit so stark verändert wie das Automobil. Seit seiner Erfindung wurden mehr als 2.500 Unternehmen weltweit gegrßndet, die sich der Automobilproduktion widmeten. Viele von ihnen begannen ihre Tätigkeit im 19. Jahrhundert als Produzenten von Eisenwaren, Stahl, Waffen oder Fahrrädern und entwickelten dabei die technologischen und handwerklichen Fähigkeiten, die später im Automobilbau benÜtigt wurden.
Nicht alle Unternehmen entwickelten sich zu globalen Massenherstellern, und viele verschwanden im Laufe der Zeit vom Markt. Dennoch kommt es auch heute zu Neugrßndungen, vor allem im Bereich der Elektromobilität. Beispiele hierfßr sind Hersteller wie Tesla, Rivian oder BYD, die in den letzten Jahrzehnten eine fßhrende Rolle bei der Transformation zur nachhaltigen Mobilität eingenommen haben. Diese Unternehmen zielen oft auf Marktnischen, sei es mit exklusiven Sportwagen, innovativen Elektrofahrzeugen oder Spezialfahrzeugen. Kleinere Hersteller setzen häufig auf eine Fertigung in Manufakturen und gehÜren daher nicht zur klassischen Automobilindustrie im Sinne der Massenproduktion.
Konsolidierung und Marktkonzentration
Die Automobilindustrie war bereits im 20. Jahrhundert durch Fusionen und Ăbernahmen geprägt. Ein bekanntes Beispiel ist der Verkauf der Adam Opel AG an General Motors im Jahr 1929. Solche Konsolidierungen setzten sich fort und fĂźhrten dazu, dass heute eine vergleichsweise kleine Zahl von globalen Konzernen den Automobilmarkt dominiert. So vereint der Volkswagen-Konzern mehr als zehn ehemals eigenständige Marken unter seinem Dach, darunter Audi, Porsche, Ĺ koda und SEAT. Ăhnlich agieren andere Giganten wie Stellantis, das durch die Fusion von Fiat Chrysler und PSA entstanden ist, sowie die Renault-Nissan-Mitsubishi-Allianz.
Trotz der Konzentration auf wenige GroĂkonzerne bleibt der Markt dynamisch. Im Bereich Elektromobilität und Digitalisierung haben sich neue Akteure wie Tesla etabliert und traditionelle Hersteller gezwungen, ihre Geschäftsmodelle zu Ăźberdenken.
Die Rolle der Zulieferindustrie
Mit der wachsenden Automobilproduktion und einem abnehmenden Eigenfertigungsanteil der Hersteller hat sich eine starke und spezialisierte Zulieferindustrie entwickelt. Zulieferer wie Bosch, Continental und ZF Friedrichshafen spielen eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung neuer Technologien, insbesondere im Bereich Elektromobilität, autonomes Fahren und Batteriefertigung.
Produktionsvolumen und Bedeutung
1950 wurden weltweit erstmals mehr als 10 Millionen Fahrzeuge produziert â eine Zahl, die bis 2023 auf etwa 85 Millionen jährlich gestiegen ist.cite-ref-1[1] Die Marke von 100 Millionen Fahrzeugen jährlich wurde durch die Pandemie und Lieferkettenprobleme bislang nicht erreicht, bleibt jedoch ein realistisches Ziel fĂźr die nächsten Jahre. Die fĂźhrenden Produktionsländer sind heute China, die USA, Japan, Deutschland und SĂźdkorea.
China ist nicht nur der grĂśĂte Produzent, sondern auch der grĂśĂte Absatzmarkt, insbesondere fĂźr Elektrofahrzeuge. Im Jahr 2023 entfielen mehr als 50 % des weltweiten Absatzes von Elektroautos auf China, was seine wachsende Dominanz in der Automobilindustrie verdeutlicht.cite-ref-2[2]cite-ref-3[3]
Wirtschaftliche Bedeutung
Die Automobilindustrie bleibt ein zentraler Wirtschaftszweig. In der Europäischen Union erwirtschaftete die Branche im Jahr 2023 einen geschätzten Umsatz von mehr als 800 Milliarden Euro, wobei Deutschland mit einem Anteil von etwa 40 % weiterhin fĂźhrend ist. Deutschland bleibt zudem der grĂśĂte Arbeitgeber in der europäischen Automobilbranche mit rund 780.000 direkt Beschäftigten.cite-ref-4[4]
Die Automobilindustrie steht heute vor enormen Herausforderungen und Chancen, insbesondere durch die Elektrifizierung, Digitalisierung und die Integration nachhaltiger Technologien. Trotz dieser Veränderungen bleibt sie eine der tragenden Säulen der globalen Wirtschaft und Gesellschaft.
Pläne fßr eine autogerechte Stadt
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Hauptartikel
:
autogerechte Stadt
Ein wesentlicher Faktor des frĂźhen Siegeszuges des Automobils als Verkehrsmittel in den USA und Europa war das Leitbild der autogerechten Stadt. Es verursachte die Schaffung massiver StraĂeninfrastruktur seit der Weltwirtschaftskrise 1929 und besonders nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges nach 1945. Bei Stadterweiterungen und dem Neu- und Wiederaufbau der kriegszerstĂśrten Städte orientierten sich Stadtplaner an der Charta von Athen (CIAM) von 1933. Wohnen und Gewerbe wurden damit häufig voneinander durch Fahrtwege getrennt. Fortan wurden auch zahlreiche suburbane Satellitenstädte (âSchlafstädteâ) geplant. Diese ineffiziente Art der Stadtentwicklung wurde bereits frĂźh als schwerer Missstand erkannt und wird dennoch teils bis heute verfolgt.cite-ref-5[5]cite-ref-6[6]
Elektromobilität
â
Hauptartikel
:
Elektromobilität
Der Einstieg in die Automobilbranche ist bei der Produktion von Elektrofahrzeugen (EVs) weniger komplex als bei traditionellen Verbrennungsmotoren. Dies fĂźhrte insbesondere in China zu einem Boom von Elektroauto-Start-ups. Bereits 2016 wurden in China rund 200 solcher Start-ups gegrĂźndet.cite-ref-7[7]
China hat sich seitdem als fĂźhrender Markt fĂźr Elektrofahrzeuge (siehe auch Elektroauto, Batteriebus, Elektrolastkraftwagen) etabliert. Im Jahr 2023 wurden in China etwa 5,14 Millionen batterieelektrische Fahrzeuge (BEV) neu zugelassen, was einem Anstieg von 21 % gegenĂźber dem Vorjahr entspricht.cite-ref-8[8]
Im Gegensatz dazu befanden sich in Europa sowohl die Batteriezellfertigung als auch die Ladeinfrastruktur bis 2020 noch in den Anfängen. Bis Ende 2023 lag die Zellfertigungskapazität in Europa bei 175 GWh pro Jahr.cite-ref-9[9] Dennoch ist ein erheblicher Ausbau erforderlich, um die steigende Nachfrage zu decken.î
Europäische Automobilhersteller haben seitdem bedeutende Schritte unternommen, um die Produktion von Batteriezellen zu steigern. Prognosen zufolge kĂśnnten die Produktionskapazitäten in Europa bis 2030 auf bis zu 1,5 Terawattstunden ansteigen, wobei Deutschland mit knapp 400 Gigawattstunden den grĂśĂten Anteil beisteuern kĂśnnte.cite-ref-10[10]
Trotz dieser Fortschritte bleibt Europa hinter China zurßck (siehe auch Elektromobilität nach Ländern), sowohl in Bezug auf die Produktionskapazitäten als auch auf die Preis-Leistungs-Verhältnisse von Elektrofahrzeugen. Chinesische Hersteller bieten oft wettbewerbsfähigere Modelle an, was teilweise auf die fortschrittlichere Batteriezellfertigung und die umfangreiche Ladeinfrastruktur in China zurßckzufßhren ist. Europäische Hersteller sind daher Kooperationen mit chinesischen Batterieproduzenten eingegangen, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu steigern.
Insgesamt hat Europa seit 2020 bedeutende Fortschritte im Bereich der Elektromobilität gemacht, steht jedoch weiterhin vor Herausforderungen, insbesondere im Hinblick auf die Konkurrenz aus China und den Ausbau der notwendigen Infrastruktur.
Bedeutende Marken
⢠Alfa Romeo (Italien)
⢠Aston Martin (Vereinigtes KÜnigreich)
⢠Audi (Deutschland)
⢠Bentley (Vereinigtes KÜnigreich)
⢠BMW (Deutschland)
⢠Brilliance (China)
⢠Bugatti (Frankreich)
⢠Chery (China)
⢠Chevrolet (USA)
⢠Chrysler (USA)
⢠CitroÍn (Frankreich)
⢠Dacia (Rumänien)
⢠Dodge (USA)
⢠DS (Frankreich)
⢠FAW (China)
⢠Ferrari (Italien)
⢠Fiat (Italien)
⢠Ford (USA)
⢠Genesis (Sßdkorea)
⢠Honda (Japan)
⢠Hyundai (Sßdkorea)
⢠Jaguar (Vereinigtes KÜnigreich)
⢠Kia (Sßdkorea)
⢠Lada (Russland)
⢠Lancia (Italien)
⢠Land Rover (Vereinigtes KÜnigreich)
⢠Lexus (Japan)
⢠Maruti (Indien)
⢠Maserati (Italien)
⢠Mazda (Japan)
⢠McLaren (Vereinigtes KÜnigreich)
⢠Mahindra (Indien)
⢠Mercedes-Benz (Deutschland)
⢠Mini (Vereinigtes KÜnigreich)
⢠Mitsubishi (Japan)
⢠Nissan (Japan)
⢠Opel (Deutschland)
⢠Porsche (Deutschland)
⢠Peugeot (Frankreich)
⢠Renault (Frankreich)
⢠Rolls-Royce (Vereinigtes KÜnigreich)
⢠Seat (Spanien)
⢠SAIC (China)
⢠Škoda (Tschechien)
⢠Smart (Deutschland)
⢠Subaru (Japan)
⢠Suzuki (Japan)
⢠Tata (Indien)
⢠Tesla (USA)
⢠Toyota (Japan)
⢠Volkswagen (Deutschland)
⢠Volvo Cars (Schweden)
⢠Wuling (China)
Marken reiner Nutzfahrzeughersteller
Es existiert eine groĂe Vielzahl von Nutzfahrzeugherstellern, die keine Personenkraftwagen produzieren. Einige bedeutende sind:
⢠Daimler Trucks mit Marken wie Mercedes-Benz, FUSO, Freightliner, BharatBenz, Setra und Thomas Built Buses
⢠Iveco (Italien)
Siehe auch
:
Liste von Nutzfahrzeugherstellern
Statistiken weltweit
WeltgrĂśĂte Autohersteller nach StĂźckzahl und Umsatz
â
Hauptartikel
:
Liste der grĂśĂten Kraftfahrzeughersteller
Aufgefßhrt sind alle Unternehmen mit einer Produktion von mehr als einer Million Fahrzeugen.cite-ref-oica-11-0[11] Zugleich wurden die Umsätze der produktionsstärksten Automobilkonzerne in den Jahren 2008, 2012 und 2013 aufgefßhrt, die zu teils deutlich anderen Reihenfolgen fßhren.cite-ref-ernstyoung-12-0[12]
| Rang | Unternehmen | Land | StĂźckzahl 2014 | davon Pkw | Umsatz 2008 (Mrd. $) | Umsatz 2012 (Mrd. âŹ) | Umsatz 2013 (Mrd. âŹ) | Umsatz 2018 (Mrd. âŹ) |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. | Toyota Motor Corporation | Japan Japan | 10.475.338 | 8.788.018 | 204,800 | 151,443 | 172,367 | 210 |
| 2. | Volkswagen AG | Deutschland Deutschland | 9.894.891 | 9.766.293 | 167,900 | 192,676 | 197,007 | 230,7 |
| 3. | General Motors Company | Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten | 9.609.326 | 6.643.030 | 149,000 | 110,561 | 112,863 | 118 |
| 4. | Hyundai Motor Group | Korea Sud SĂźdkorea | 8.008.987 | 7.628.779 | 40,100 | 52,641 | 54,410 | 74 |
| 5. | Ford Motor Company | Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten | 5.969.541 | 3.230.842 | 146,300 | 96,984 | 106,684 | 127,5 |
| 6. | Nissan Motor Company | Japan Japan | 5.097.772 | 4.279.030 | 88,700 | 65,369 | 70,115 | 90 |
| 7. | Fiat Chrysler Automobiles | Italien Italien | 4.865.758 | 1.904.618 | 53,100 | 35,566 | 35,593 | 110,9 |
| 8. | Honda Motor Company | Japan Japan | 4.513.769 | 4.478.123 | 94,240 | 65,868 | 79,543 | 106 |
| 9. | Suzuki Motor Corporation | Japan Japan | 3.016.710 | 2.543.077 | k. A. | 17,520 | 19,553 | k. A |
| 10. | Groupe PSA | Frankreich Frankreich | 2.917.046 | 2.521.833 | 56,300 | 55,446 | 54,090 | k. A |
| 11. | Groupe Renault | Frankreich Frankreich | 2.761.969 | 2.398.555 | 44,500 | 41,270 | 40,932 | k. A |
| 12. | BMW Group | Deutschland Deutschland | 2.165.566 | 2.165.566 | 46,700 | 76,848 | 76,058 | 98,7 |
| 13. | Shanghai Automotive Industry Corporation | China Volksrepublik Volksrepublik China | 2.087.949 | 1.769.837 | k. A. | k. A. | k. A. | k. A |
| 14. | Mercedes-Benz Group | Deutschland Deutschland | 1.973.270 | 1.808.125 | 141,200 | 114,297 | 117,982 | 164 |
| 15. | Chongqing Changan Automobile Company | China Volksrepublik Volksrepublik China | 1.447.017 | 1.089.179 | k. A. | k. A. | k. A. | k. A |
| 16. | Mazda Motor Corporation | Japan Japan | 1.328.426 | 1.261.521 | 28,800 | 14,847 | 18,027 | k. A |
| 17. | Dongfeng Motor Corporation | China Volksrepublik Volksrepublik China | 1.301.695 | 745.765 | k. A. | k. A. | k. A. | k. A |
| 18. | Mitsubishi Motors Corporation | Japan Japan | 1.262.342 | 1.199.823 | k. A. | 12,408 | 14,165 | k. A |
| 19. | Beijing Automotive Group | China Volksrepublik Volksrepublik China | 1.115.847 | 538.027 | k. A. | k. A. | k. A. | k. A |
| 20. | Tata Motors | Indien Indien | 945.113 | 614.247 | k. A. | k. A. | k. A. | k. A |
Weltweite Kraftfahrzeugproduktion nach Region bzw. Land von 2019 bis 2022
| Fahrzeuge (Einheiten) | 2019 | 2020 | 2021 | 2022 |
|---|---|---|---|---|
| Europaische Union Europäische Union | 21.531.339 | 16.904.429 | 16.338.165 | 16.216.888 |
| Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten | 20.160.401 | 15.692.927 | 16.190.835 | 17.756.263 |
| Asien-Pazifik | 49.333.841 | 44.276.549 | 46.768.800 | 50.020.793 |
| Afrikanische Union Afrikanische Union (ohne Ăgypten) | 1.095.151 | 776.247 | 907.302 | 1.022.783 |
| TOTAL | 92.120.732 | 77.650.152 | 80.205.102 | 85.016.728 |
cite-ref-13[13]
Wert der Automobilmarken 2023
Tesla besaĂ auch bis Oktober 2024 den hĂśchsten BĂśrsenwert aller Automobilhersteller mit rund 823,8 Milliarden US-Dollar. Toyota folgte auf Platz zwei, mit 240 Milliarden US-Dollar.cite-ref-14[14]
In Bezug auf den Fahrzeugabsatz behauptete Toyota auch 2024 seine Position als weltweit grĂśĂter Automobilhersteller mit rund 10,8 Millionen verkauften Fahrzeugen. Die Volkswagen-Gruppe folgte mit etwa 9 Millionen verkauften Einheiten.
Fahrzeugneuzulassungen seit 2023
Wikipedia:WikiProjekt Ereignisse/Vergangenheit/fehlend
Im Jahr 2023 wurden in Westeuropa etwa 11,4 Millionen Personenkraftwagen neu zugelassen, was einen Anstieg gegenĂźber den Vorjahren darstellt.
Weltweit belief sich die Zahl der Neuzulassungen auf rund 75,3 Millionen Fahrzeuge, was einem deutlichen Wachstum im Vergleich zu den Vorjahren entspricht.
In den USA wurden im Jahr 2023 etwa 13,7 Millionen Light Vehicles (Pkw und leichte Nutzfahrzeuge) verkauft, was einen RĂźckgang von 8 Prozent gegenĂźber dem Vorjahr bedeutet.
China verzeichnete mit rund 26,1 Millionen verkauften Pkw einen Anstieg von 10,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Siehe auch
:
Geschichte der Automobilindustrie Chinas
und
Wirtschaftszahlen zum Automobil
Statistiken nach Ländern
Siehe auch
:
Fahrzeugproduktion nach Ländern
Beschäftigte in der Automobilindustrie in der EU
| Land | Beschäftigte 2010 [ 19 ] | Beschäftigte 2023 [ 20 ] |
|---|---|---|
| Deutschland Deutschland | 749.000 | 779.700 |
| Frankreich Frankreich | 225.000 | 240.000 |
| Italien Italien | 171.000 | 150.000 |
| Polen Polen | 149.000 | 160.000 |
| Vereinigtes Konigreich Vereinigtes KĂśnigreich | 136.000 | 130.000 |
| Tschechien Tschechien | 140.000 | 150.000 |
| Spanien Spanien | 141.000 | 130.000 |
| Rumänien Rumänien | 117.000 | 125.000 |
| Ungarn Ungarn | 65.000 | 70.000 |
| Schweden Schweden | 66.000 | 65.000 |
| Slowakei Slowakei | 51.000 | 62.000 |
| Belgien Belgien | 35.000 | 40.000 |
| Osterreich Ăsterreich | 29.000 | 30.000 |
| Portugal Portugal | 30.000 | 32.000 |
| Niederlande Niederlande | 20.000 | 19.000 |
| weitere EU-Staaten | 42.000 | 45.000 |
| Europäische Union | 2.166.000 | 2.400.000 |
Autoindustrie in Deutschland
Siehe auch
:
Wirtschaftszahlen zum Automobil/Deutschland
Siehe auch
:
Automobilindustrie in Deutschland
Die Automobilindustrie ist, gemessen am Umsatz, der mit Abstand bedeutendste Industriezweig Deutschlands, nicht jedoch der bedeutendste Wirtschaftszweig Deutschlands. Im Jahr 2008 wurden 345,9 Mrd. Euro erwirtschaftet. Die nächst umsatzstärkste Branche, der Maschinenbau, brachte es auf 225,5 Mrd. Euro. Rund 747.000 Personen waren 2009 in der Automobilindustrie hierzulande beschäftigt.cite-ref-21[21] Die Branche steuert mit rund 40 % den deutlich grĂśĂten Anteil an den gesamten Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen der deutschen Wirtschaft bei. Dies waren im Jahr 2009 ca. 22,1 Mrd. Euro.cite-ref-22[22] Ihr ExportĂźberschuss macht weit Ăźber die Hälfte des gesamten ExportĂźberschusses Deutschlands aus.cite-ref-23[23]
Deutschland war 2021 nach China, den USA, Japan, Indien und SĂźdkorea der sechstgrĂśĂte Pkw-Produzent der Welt.cite-ref-1-24-0[24] In den Jahren 2010 bis 2018 wurden jährlich mehr als 5 Millionen PKW produziert. 2021 gab es einen Mangel an Halbleitern und andere Vorprodukten fĂźr Autos, so dass nur 3,1 Millionen PKW produziert wurden. In dem von der COVID-19-Pandemie geprägten Jahr 2020 waren es etwa 3,5 Millionen PKW. Davon wurden etwa 2,6 Millionen PKW (= 74 %) exportiert.cite-ref-2-25-0[25]
| 2010 | 2011 | 2012 | 2013 | 2014 | 2015 | 2016 | 2017 | 2018 | 2019 | 2020 | 2021 | 2022 | 2023 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| >5 | 5,9 | >5 | >5 | >5 | >5 | 5,7 | >5 | >5 | ? | 3,5 | 3,3 | ? | 4,1 |
Charakteristisch an der hiesigen Pkw-Produktion ist ihre starke Exportorientierung. Während Japan, aber vor allem China und die USA stärker fĂźr das Inland produzieren, gingen 2010 von der deutschen Pkw-Produktion rund 69 % ins Ausland â die weltweit hĂśchste Pkw-Exportquote.cite-ref-27[27] Nach der Anzahl der verkauften Fahrzeuge wechselten sich Japan und Deutschland jahrelang als Pkw-Exportweltmeister ab. Geht es jedoch nach dem Wert des Pkw-Exports, so lag Deutschland mit weitem Abstand vor Japan, weil im Ausland insbesondere seine groĂen und hochpreisigen Fahrzeuge nachgefragt werden.cite-ref-28[28]
Infolge des Russland-Ukraine-Krieges haben die deutschen Hersteller ihre Produktion in Russland seit Anfang März 2022 eingestellt und Exporte dorthin gestoppt. Stärker wurde die Industrie jedoch durch das Ausbleiben von Vorprodukten, wie z. B. Kabelbäumen, aus der Ukraine betroffen, so dass Werke vorßbergehend stillgelegt werden mussten.cite-ref-29[29]cite-ref-30[30]
Autoindustrie in Ăsterreich
Wirtschaftszahlen zum Automobil Ăsterreichs Automobilindustrie blickt auf eine lange Tradition zurĂźck, bereits um 1900 wurde von Gräf & Stift der Vorderradantrieb entwickelt, und die Steyr-Werke zählten in den 1930er Jahren mit zu den fĂźhrenden Automobilherstellern Europas. Nicht zuletzt durch den Zweiten Weltkrieg und Fehlentwicklungen scheiterten allerdings sämtliche Ăśsterreichischen Hersteller in den Nachkriegsjahrzehnten und wurden infolgedessen aufgekauft (Steyr Daimler Puch, Gräf & Stift, âŚ) oder mussten schlieĂen.
Auf Grund dieser SchlieĂungen und der geringer werdenden Bedeutung innerhalb der Gesamtwirtschaft kam es zu BemĂźhungen durch den damaligen Bundeskanzler Bruno Kreisky einen Austro-Porsche zu bauen, also wieder eine schlagkräftige Autoindustrie aufzubauen. Dieser Aufschwung begann durch die Ansiedlung des Motorenwerkes in Wien-Aspern von General Motors, heute spielt die Automobilindustrie in Ăsterreich nach wie vor eine wichtige Rolle. Bald wurden wertmäĂig mehr Autozulieferteile exportiert als fertige Fahrzeuge importiert, denn aufgrund vorhandenen Know-hows und einem hohen Innovationsgrad investieren internationale Automobilkonzerne, allen voran BMW in Steyr oder MAGNA in Graz, immer wieder in Ăśsterreichische Standorte. Mittlerweile existieren drei Autocluster (AC Styria mit 180 Unternehmen, darunter auch slowenische, kroatische und ungarische Unternehmen. 30.000 der 44.000 Mitarbeiter sind in Ăsterreich tätig; AC OberĂśsterreich, AC Vienna Region), um die Zusammenarbeit der Automobilhersteller und deren Zulieferer zu fĂśrdern. Dadurch sollen die Effizienz und internationale Konkurrenzfähigkeit gesteigert werden, um die heimischen Standorte zu stĂźtzen, denn schlieĂlich hat man seit der Osterweiterung mit der Slowakei und deren boomender Autoindustrie rund um Bratislava, welches sehr nahe der Ăśsterreichischen Grenze liegt, die Konkurrenz direkt vor der sprichwĂśrtlichen âeigenen HaustĂźreâ.
Doch selbst in dieser Zeit der Globalisierung, des Outsourcing, und der Wirtschaftsflaute in Europa, konnten Ăsterreichs Zulieferbetriebe â vorwiegend mittelständische Unternehmen mit hohem Exportanteil â Umsatz- und Absatzzuwächse erzielen. Der Automobilsektor zählt daher zu den wenigen stark wachsenden Industriezweigen in Ăsterreich (durchschnittliches Jahreswachstum zwischen den Jahren 2000 und 2003 je 10 %). Grund dafĂźr ist selbstverständlich nicht die bevĂślkerungsbedingt geringe Inlandsnachfrage, sondern die international gute Wettbewerbsfähigkeit, erkenntlich durch ungebrochen starke Beliebtheit bei den deutschen Automobilherstellern, die den grĂśĂten Abnehmer Ăśsterreichischer Automotive (BMW lässt einen GroĂteil aller benĂśtigten Motoren in Steyr entwickeln und fertigen, bzw. alle Typen von Dieselmotoren im Motorenkompetenzzentrum Steyr entwickeln) darstellen. Wichtige Abnehmer im Ausland sind u. a. Daimler, BMW, VW und Audi. Der Automobilsektor erwirtschaftet mit 38 Mrd. Euro rund 10 % der Ăśsterreichischen Industrieleistung.
Automobilbranche in Ăsterreich (Hersteller und Zulieferbetriebe) in Zahlen (2003):
⢠rund 600 Unternehmen mit ca. 175.000 Mitarbeitern
⢠200.000 Pkw
⢠25.000 Lkw
⢠18.000 Anhänger und 8.500 Traktoren
Folgende Fahrzeughersteller sind in Ăsterreich vertreten:
Hinzu kommen mehrere hundert teils stark expandierende (meist mittelständische) Zulieferbetriebe, die nicht nur an die in Ăsterreich vertretenen Fahrzeughersteller verkaufen, sondern groĂteils exportieren, wie z. B. voestalpine in Linz, Miba in Laakirchen, FACC in Ried, Epcos in Deutschlandsberg, Eybl International, AVL List, Pankl Racing Systems.
Autoindustrie in der Schweiz
In der Schweiz gibt es einige wenige Hersteller von Autobussen, Trolleybussen, Nutzfahrzeugen und Solar-/Elektromobilen, die bekanntesten sind Mowag (Militärfahrzeuge), Hess AG (Auto- und Trolleybusse) und Bucher Industries (Kommunalfahrzeuge). Der Startschuss zur schweizerischen Automobilindustrie wurde durch Rudolf Egg gelegt, der 1893 in Zßrich einen Motorwagen konstruierte. Um die Jahrhundertwende entstanden in der Schweiz etwa 30 Automobilproduzenten.cite-ref-31[31] Im 20. Jahrhundert dominierten Saurer, Berna und Franz Brozincevic Cie. (FBW) den Lastwagenbau in der Schweiz. Die Schweizer Pkw-Industrie brach hingegen bereits in den 1920er-Jahren unter dem Importdruck zusammen.cite-ref-32[32]
⢠1910: 923 Fahrzeuge
⢠1911: 1050 Fahrzeugecite-ref-33[33]
| Unternehmen | Pkw-Zulassungen | Veränderung 2008/07 | Marktanteil |
|---|---|---|---|
| Volkswagen | 32.183 | +4,0 % | 11,2 % |
| Opel | 18.670 | â8,9 % | 6,5 % |
| Audi | 16.964 | +6,1 % | 5,9 % |
| BMW | 16.134 | â4,3 % | 5,6 % |
| Toyota | 15.224 | â11,2 % | 5,3 % |
| Ford | 14.768 | +21,4 % | 5,1 % |
| Renault | 14.580 | â2,1 % | 5,1 % |
| FIAT | 14.122 | +26,5 % | 4,9 % |
| Mercedes-Benz | 13.919 | +3,6 % | 4,8 % |
| Peugeot | 13.708 | â5,9 % | 4,8 % |
| Ĺ koda Auto | 11.134 | +23,8 % | 3,9 % |
| CitroĂŤn | 10.391 | â8,6 % | 3,6 % |
| Alle Hersteller | 288.525 | +1,4 % | 100,00 % |
Autoindustrie in Polen
Produktionszahlen Automobilindustrie in Polen
| Jahr | 1948 | 1949 | 1950 | 1951 | 1952 | 1953 | 1954 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Polen | | | 2.100 | | | | |
| Jahr | 1955 | 1956 | 1957 | 1958 | 1959 | 1960 | 1961 | 1962 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Polen | | | | | | 12.850 | 14.400 | 16.080 |
| Jahr | 1963 | 1964 | 1965 | 1966 | 1967 | 1968 | 1969 | 1970 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Polen | 18.239 | 20.550 | 26.400 | 29.200 | 27.200 | 40.388 | 52.286 | 67.892 |
| Jahr | 1971 | 1972 | 1973 | 1974 | 1975 | 1976 | 1977 | 1978 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Polen | 85.126 | 89.925 | 113.006 | 133.013 | 171.638 | 216.288 | 286.984 | 325.702 |
| Jahr | 1979 | 1980 | 1981 | 1982 | 1983 | 1984 | 1985 | 1986 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Polen | 338.000 | 351.400 | 232.400 | 262.165 | 271.200 | 278.500 | 287.589 | 295.950 |
| Jahr | 1987 | 1988 | 1989 | 1990 | 1991 | 1992 | 1993 | 1994 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Polen | 302.516 | 302.375 | 294.896 | 273.144 | 168.078 | | | |
2009 ging die Automobil-Produktion in Polen um 9,2 % auf 899.700 Einheiten zurĂźck. Davon entfielen 605.800 Einheiten auf FIAT Auto Poland. Die FIAT-Werke in Tychy bei Bielsko-BiaĹa leisteten 67 % der polnischen Automobilproduktion. Bei Opel Gliwice ging die Produktion von 2008 (171.700 Fahrzeuge) bis 2009 (94.900) um 45 % zurĂźck. VW PoznaĹ baute mit 138.200 Einheiten (2009) 22 % weniger Pkw und Lieferwagen als 2008. Bei FSO in Warschau sank die Produktion um 60 %. Hier wurde neben dem kompletten Chevrolet Aveo der Daewoo Matiz vorgefertigt, der dann zur Endmontage in die Ukraine ging. Damalige Marktanteile der Automobilhersteller in Polen: FIAT 67,3 %, VW 15,4 %, Opel 10,7 % und FSO 6,6 %.
| Unternehmen | Standort | Marke | StĂźckzahl |
|---|---|---|---|
| Auto Fiat Poland | Tychy | Fiat Panda | 298 000 |
| Auto Fiat Poland | Tychy | Fiat 500 | 184 100 |
| VW Polska | PoznaĹ | VW Caddy | 127 300 |
| Auto Fiat Polska | Tychy | Ford Ka | 112 500 |
| GM Europe | Gliwice | Opel Zafira, Astra III und IV | 94 600 |
| GM, FSO | Warszawa | Chevrolet Aveo | 31 000 |
| insgesamt | Polen | - | 899 700 |
Autoindustrie in der Slowakei
Bereits seit in den 1960er Jahren erfolgte der Aufbau einer Automobilindustrie in der heutigen Slowakei. Durch ausländische Investoren ist die Slowakei in den ersten Jahren ihrer Mitgliedschaft der EU zu einem bedeutenden Fahrzeughersteller herangewachsen, wenn auch kein einziger Hersteller seine Unternehmenszentrale in der Slowakei hat, man also eigentlich keine einzige Type als eine slowakische bezeichnen kann. Wenn man die Fahrzeugerzeugung pro Einwohner des Landes rechnet, so ist die Slowakei weltweit fĂźhrend, die drei groĂen Fahrzeughersteller in der Slowakei sind Volkswagen in Bratislava, Stellantis in Trnava und KIA in Ĺ˝ilina. Betrug im Jahr 2000 die Anzahl der erzeugten Einheiten noch 180.000, so wuchs dies bis 2007 auf 570.000 StĂźck, wobei fĂźr 2008 nochmals eine groĂe Steigerung auf 640.000 StĂźck angenommen wurde.cite-ref-39[39]
Autoindustrie in Japan
Der heimische Automobilbau in Japan begann, als FusazĹ Mori (棎 ćżé Mori FusazĹ) 1903, nachdem er auf einer Messe US-Automobile gesehen hatte, Torao Yamaba (ĺąąçž˝ č复 Yamaba Torao) mit dem Bau eines Busses beauftragte.cite-ref-tam-40-0[40] Das Ergebnis war der âYamaba-Dampfbusâ (ĺąąçž˝ĺźč¸ć°ăăš Yamaba-shiki jĹki basu) von 1904.cite-ref-41[41] Das erste benzingetriebene Fahrzeug folgte 1907cite-ref-tam-40-1[40] auf GeheiĂ von Prinz Takehito Arisugawa durch ShintarĹ Yoshida (ĺç° ç太é Yoshida ShintarĹ) und Komanosuke Uchida (ĺ
ĺąą é§äš Uchida Komanosuke), die sich vom franzĂśsischen Darracq inspirieren lieĂen. Von diesem, nach den Geräuschen, die es machte, TakurÄŤ (ăżăŻăŞăźĺˇ TakurÄŤ-gĹ) genannten Fahrzeug wurden 10 Exemplare gefertigt.cite-ref-42[42] 1923 oder 1925 begann Junâya Toyokawa (čąĺˇ é 埼 Toyokawa Junâya), der GrĂźnder des Unternehmens HakuyĹsha (ç˝ćĽç¤ž), mit der Produktion des Ĺtomo (ăŞăźăă˘ĺˇ Ĺtomo-gĹ),cite-ref-43[43] der das erste Exportfahrzeug Japans werden sollte.cite-ref-tam-40-2[40]
| Unternehmen | Pkw + Lkw | Anteil | Pkw | Anteil | Lkw | Anteil % |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Toyota | 1.719.060 | 29,3 % | 1.519.980 | 32,0 % | 194.012 | 17,8 % |
| Nissan | 842.133 | 14,4 % | 718.295 | 15,1 % | 120.187 | 11,0 % |
| Honda | 709.782 | 12,1 % | 661.450 | 13,9 % | 48.332 | 4,4 % |
| Suzuki | 704.099 | 12,0 % | 551.215 | 11,6 % | 152.884 | 14,0 % |
| Daihatsu * | 605.600 | 10,3 % | 445.609 | 9,4 % | 155.545 | 14,3 % |
| Mazda | 295.128 | 4,9 % | 233.092 | 4,9 % | 51.226 | 4,7 % |
| Mitsubishi | 256.228 | 4,4 % | 187.380 | 3,9 % | 68.848 | 6,3 % |
| Fuji | 248.400 | 4,2 % | 162.184 | 3,4 % | 84.216 | 7,7 % |
*) Daihatsu Motor Co., Ltd. ist seit 1967 eng mit der Toyota Motor Co., Ltd. und Toyota Motor Sales Co., Ltd. verbunden
Autoindustrie in SĂźdkorea
| Marke | Absatz | Anteil |
|---|---|---|
| Hyundai | 654.738 | 35,7 % |
| Kia | 535.001 | 29,2 % |
| Chevrolet | 182.075 | 9,9 % |
| Renault Samsung | 111.101 | 6,1 % |
| SsangYong | 103.554 | 5,6 % |
| Mercedes | 56.343 | 3,1 % |
| BMW | 48.459 | 2,6 % |
| Genesis | 23.328 | 1,3 % |
| Audi | 16.718 | 0,9 % |
| Volkswagen | 13.178 | 0,7 % |
Autoindustrie in den USA
Die Vereinigten Staaten sind nach China der weltweit zweitgrĂśĂte Automobilmarktcite-ref-46[46] und der zweitgrĂśĂte Automobilhersteller. Gemessen am Wert sind die USA der mit Abstand grĂśĂte Importeurcite-ref-47[47] und der drittgrĂśĂte Exporteur von Automobilen.
| Unternehmen | Absatz | davon Pkw | davon Light Trucks |
|---|---|---|---|
| General Motors | 3.042.421 | 890.716 | 2.151.705 |
| Ford Motor Co. | 2.599.211 | 694.046 | 1.905.165 |
| Chrysler | 2.211.057 | 314.482 | 1.896.575 |
| Toyota | 2.449.587 | 1.146.958 | 1.302.629 |
| Honda | 1.637.942 | 824.699 | 813.243 |
| Nissan | 1.564.423 | 811.090 | 753.333 |
| Hyundai | 775.005 | 554.027 | 220.978 |
| Kia | 647.598 | 407.535 | 240.063 |
| Mazda | 297.773 | 150.555 | 147.218 |
| Volkswagen | 322.948 | 275.087 | 47.861 |
| Audi | 210.213 | 110.052 | 100.161 |
| BMW | 313.174 | 181.419 | 131.755 |
Rezeption
Die Üffentliche Wahrnehmung der Automobilindustrie ist in den 2010er- und 2020er-Jahren von einer deutlichen Ambivalenz geprägt: In repräsentativen Erhebungen der Gesellschaft der fßhrenden PR- und Kommunikationsagenturen in Deutschland (GPRA) sank das Vertrauen in deutsche Hersteller nach Bekanntwerden des Dieselabgasskandals 2015 um 12,6 Indexpunkte; Volkswagen erreichte 2023 nur noch 43 % Vertrauenszustimmung, Audi 52 %, während BMW und Mercedes-Benz jeweils zweistellige Rßckgänge verzeichneten.cite-ref-dillmann-51-0[51]
Parallel stellen Nachhaltigkeitsaspekte ein zentrales Bewertungskriterium dar: Laut einer internationalen Befragung der Berylls halten weltweit Ăźber 75 % der Konsumentinnen und Konsumenten Ăśkologische Kriterien beim nächsten Fahrzeugkauf fĂźr âäuĂerstâ oder âziemlich relevantâ, in China sogar 97 %. Zugleich bescheinigten in Deutschland lediglich rund ein Drittel der Befragten der Branche ernsthafte Anstrengungen in diesem Bereich.cite-ref-berylls-52-0[52]cite-ref-ulrich-53-0[53] Eine Statista-Analyse aus 2025 weist darauf hin, dass mehr als die Hälfte der europäischen Befragten Automarken generell nicht als umweltfreundlich einstuft, wobei insbesondere die Herkunftsländer der Marken das Urteil beeinflussen.cite-ref-carlier-54-0[54]
Die Vertrauensproblematik erstreckt sich zudem auf Zukunftstechnologien: In der Deloitte Global Automotive Consumer Study äuĂerten 47 % der deutschen Teilnehmenden Sicherheitszweifel gegenĂźber autonomen Fahrzeugen, was auf eine Stagnation des Akzeptanzniveaus hinweist.cite-ref-industrie-55-0[55] Brancheninterne Untersuchungen wie der VDE-Report Automobilstandort Deutschland 2035 diagnostizieren vor diesem Hintergrund eine ânegative Ăśffentliche Wahrnehmungâ und fordern ein neues Narrativ, das technologische LĂśsungen stärker herausstellt.cite-ref-vde-56-0[56] Gleichzeitige Medienanalysen betonen eine anhaltende Krisenwahrnehmung, die von Schlagzeilen Ăźber Standort-, Beschäftigungs- und GewinnrĂźckgänge getragen wird.cite-ref-becker-57-0[57]
Studien zu Verbraucherpräferenzen berichten indes von einer wachsenden Erwartung an vollständige Transparenz Ăźber Produktion, Recycling und Klimabilanz der Fahrzeuge sowie an Anreizsysteme fĂźr nachhaltiges Fahrverhalten.cite-ref-berylls-52-1[52]cite-ref-mckinsey-58-0[58] Wirtschaftsjournalistische Bewertungen verweisen darauf, dass die Aufarbeitung des Dieselbetrugs â mit Kosten von Ăźber 30 Mrd. ⏠fĂźr einen einzelnen Hersteller â das Branchenimage nachhaltig belastet und regelmäĂig neue Diskussionen Ăźber GlaubwĂźrdigkeit und Compliance auslĂśst.cite-ref-hahne-59-0[59]
UmbrĂźche
GrĂśĂere UmbrĂźche kĂśnnten der Automobilindustrie durch das Aufkommen disruptiver Technologie (siehe Autonomes Fahren, Robotaxis oder Elektromobilität) oder einer Verkehrswende ins Haus stehen.cite-ref-60[60]cite-ref-zeit-61-0[61]
Nach Studien werden sich Robotaxis sehr schnell durchsetzen. Autos in privater Hand werden weniger gebraucht werden. Diese Entwicklung wird hauptsächlich nicht aus der klassischen Autoindustrie, sondern von Technikkonzernen wie beispielsweise Google, Baidu und Tesla vorangetrieben. Bei den Autoherstellern wird es zu Ăbernahmen und Insolvenzen kommen (siehe Robotaxi).cite-ref-62[62]
Nach Schätzungen des Center Automotive Research (CAR) der Universität Duisburg-Essen von 2019 wĂźrden in der deutschen Automobilbranche ungefähr 124.000 Arbeitsplätze bei der Umstellung auf Elektromobilität verlorengehen: In der Produktion und Entwicklung werden Einsparungen von fast 234.000 Stellen und eine Neuschaffung von 109.000 Arbeitsplätzen erwartet, wobei diese Zahlen sowohl die Automobilbauer als auch ihre Zulieferer umfassen. Die Bundesregierung und die Ministerpräsidenten der drei Bundesländer mit der grĂśĂten Automobilproduktion (Bayern, Baden-WĂźrttemberg und Niedersachsen) planen in diesem Zusammenhang eine UnterstĂźtzung der Automobilbranche.cite-ref-63[63]
Laut einer 2023 verÜffentlichten Studie der Bertelsmann Stiftung fßr Sßdwestmetall und die IG Metall kann der Wandel bewältigt werden. Zwar sind fßnf Berufsfelder besonders gefährdet, darunter beispielsweise Schlossermeister und Hilfskräfte in der Metallbearbeitung.cite-ref-64[64] Beschäftigte in der Automobilindustrie haben dennoch gute Chancen, neue Berufe zu erlernen. Schlßsselfaktoren hierfßr sind eine vorausschauende Personalstrategie und eine gelebte Veränderungskultur in den Unternehmen.cite-ref-65[65]
Siehe auch
Literatur
Siehe auch
:
Automobil
und
Automobilfertigung
FachbĂźcher
⢠Franz W. Peren (Hrsg.): Customizing in der Weltautomobilindustrie: kundenorientiertes Produkt- und Dienstleistungsmanagement. Campus-Verlag, Frankfurt New York 1996, ISBN 978-3-593-35494-1.
⢠Arthur D. Little International, Heiko Wolters, Ralf Landmann, Wolfgang Bernhart, Holger Karsten (Hrsg.): Die Zukunft der Automobilindustrie. Gabler Verlag, Wiesbaden 1998, ISBN 978-3-322-82779-1, doi:10.1007/978-3-322-82778-4.
⢠James M. Rubenstein: Making and Selling Cars: Innovation and Change in the U.S. Automotive Industry. Johns Hopkins University Press, Baltimore, MD 2001, ISBN 978-0-8018-6714-9 (englisch, archive.org).
⢠Bernd Gottschalk, Ralf G. Kalmbach, Jan Dannenberg (Hrsg.): Markenmanagement in der Automobilindustrie. Gabler Verlag, Wiesbaden 2005, ISBN 978-3-322-90756-1, doi:10.1007/978-3-322-90755-4.
⢠Constanze Clarke: Automotive Production Systems and Standardisation: From Ford to the Case of Mercedes-Benz (= Werner A. Mßller, Martina Bihn [Hrsg.]: Contributions to Management Science). Physica-Verlag HD, Heidelberg 2005, ISBN 978-3-7908-1578-8, doi:10.1007/b138988 (englisch).
⢠VDA (Hrsg.): Automobilstandort Deutschland: eine Erfolgsgeschichte mit Zukunft. Kommunikation & Wirtschaft, Oldenburg 2010, ISBN 978-3-88363-312-1.
⢠Werner Neubauer: Trends in der Automobilindustrie: Entwicklungstendenzen - Betriebsratsarbeit - Steuer- und FĂśrdertechnik - GieĂereitechnik - Informationstechnologie - Informations- und Assistenzsysteme. Walter de Gruyter GmbH, Berlin/MĂźnchen/Boston 2012, ISBN 978-3-486-71688-7.
⢠Willi Diez: Die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Automobilindustrie: Herausforderungen und Perspektiven (= BWL 10-2012). Oldenbourg Wissenschaftsverlag GmbH, Mßnchen 2012, ISBN 978-3-486-71616-0, doi:10.1524/9783486716160.
⢠Uwe Winkelhake: Die digitale Transformation der Automobilindustrie: Treiber - Roadmap - Praxis. Springer Berlin Heidelberg, Berlin, Heidelberg 2024, ISBN 978-3-662-68793-2, doi:10.1007/978-3-662-68794-9.
⢠Inma MartĂnez: The Future of the Automotive Industry: The Disruptive Forces of AI, Data Analytics, and Digitization. Apress, Berkeley, CA 2021, ISBN 978-1-4842-7025-7, doi:10.1007/978-1-4842-7026-4 (englisch).
Berichte
⢠VDE: Automobilstandort Deutschland 2035. VDE, Offenbach am Main 2024 (vde.com [PDF]).
Geschichte
⢠Kurt Hßnninghaus: Geliebt von Millionen. Das Automobil und seine Geschichte. Econ Verlag, Dßsseldorf 1963.
⢠Frank Coffey, Joseph Layden: America on Wheels. The First 100 Years: 1896-1996. General Publishing Group, Los Angeles, CA 1998, ISBN 978-1-57544-087-3 (englisch, archive.org).
⢠SÜnke Friedreich: Autos bauen im Sozialismus: Arbeit und Organisationskultur in der Zwickauer Automobilindustrie nach 1945 (= Schriften zur Sächsischen Geschichte und Volkskunde. Band 25). Leipziger Universitätsverlag, Leipzig 2008, ISBN 978-3-86583-103-3 (isgv.de).
⢠Gerhard Siem (Hrsg.): 125 Jahre Automobil-Geschichte: das Auto - eine deutsche Erfindung. Otus, St. Gallen 2011, ISBN 978-3-905851-82-3.
Dokumentarfilme
⢠1973 Humain, trop humain, Regie: Louis Malle, Frankreich â Arbeit in der Automobilindustrie
⢠1974 Avec le sang des autres, Regie: Bruno Muel, Frankreich - Film zur Arbeit in der Automobilindustrie
⢠1975/76 Emden geht nach USA, Regie: Klaus Wildenhahn (Co-Autorin Gisela Tuchtenhagen), BRD
⢠2020 Automotive, Regie: Jonas Heldt, Deutschland
⢠2021 We are all Detroit, Regie: Ulrike Franke, Michael Loeken, Deutschland - Ăber den Niedergang der Autostädte Detroit und Bochum
Weblinks
Commons
: Automobilindustrie
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikinews: Automobilindustrie
â in den Nachrichten
Wiktionary: Autoindustrie
â Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Ăbersetzungen
Wiktionary: Automobilindustrie
â Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Ăbersetzungen
Einzelnachweise
cite-note-11. â Weltweite Automobilproduktion bis 2023. Abgerufen am 5. Dezember 2024.
cite-note-22. â Anteile an der weltweiten Produktion von Personenkraftwagen nach Staaten und Regionen von 2021 bis 2023. Abgerufen am 5. Dezember 2024.
cite-note-33. â Automobilproduktion. Abgerufen am 5. Dezember 2024.
cite-note-44. â Beschäftigungszahlen und Beschäftigungsentwicklung. Abgerufen am 5. Dezember 2024.
cite-note-66. â Christoph Bernhardt: Verkehrsplanung: Die autogerechte Stadt ist eine Untote. Der Tagesspiegel, abgerufen am 17. März 2022.
cite-note-77. â The 5 Best Electric Car Startups in China (2023). Abgerufen am 5. Dezember 2024 (amerikanisches Englisch).
cite-note-88. â ecomento.de: Globale Absatztrends der E-Mobilität: Marktbilanz 2023 und Hersteller-Ranking. In: ecomento.de. 11. Januar 2024, abgerufen am 5. Dezember 2024 (deutsch).
cite-note-99. â AUFBAU DER BATTERIEINDUSTRIE IN EUROPA â STATUS QUO UND HERAUSFORDERUNGEN. Abgerufen am 5. Dezember 2024.
cite-note-1010. â Presseinformation. Abgerufen am 5. Dezember 2024.
cite-note-ernstyoung-1212. â Die Umsätze 2008 wurden aus einer älteren Version dieses Artikels Ăźbernommen, sind jedoch ohne Nachweis; die Umsätze 2012 und 2013 stammen aus: Peter FuĂ: Die grĂśĂten Automobilhersteller weltweit. (PDF) Eine Analyse wichtiger Bilanzkennzahlen Kalenderjahr 2013. Ernst & Young, 2014, abgerufen am 15. März 2015.
cite-note-1313. â 2022 statistics | www.oica.net. Abgerufen am 18. Juni 2023.
cite-note-1414. â âMarktkapitalisierung ausgewählter Automobilhersteller weltweit im Oktober 2024â, Statista, 1. Oktober 2024.
cite-note-1515. â Anzahl der Neuzulassungen von Personenkraftwagen in Westeuropa von 2013 bis 2023. Abgerufen am 5. Dezember 2024.
cite-note-1616. â Motor1 Numbers: Die 10 grĂśĂten Neufahrzeugmärkte der Welt. Abgerufen am 5. Dezember 2024.
cite-note-1717. â Automobilverkäufe nach Ländern weltweit 2023. Abgerufen am 5. Dezember 2024.
cite-note-1818. â Marktdaten International. Abgerufen am 5. Dezember 2024.
cite-note-191. The ACEA Industry Pocket Guide 2013. (Memento vom 18. September 2013 im Internet Archive) auf acea.be
cite-note-202. https://www.vda.de/de https://www.statista.com/
cite-note-2121. â Statistisches Bundesamt, Statistisches Jahrbuch 2011, S. 370.
cite-note-2222. â Stifterverband fĂźr die Deutsche Wissenschaft e. V., Facts. Zahlen und Fakten aus der Wissenschaftsstatistik GmbH im Stifterverband, Januar 2011, S. 2.
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